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Case · B2C-Neuaufbau & System-Integration

BWT

Über 1 Mio. € Projektvolumen. 11 Monate bis Go-Live. Sieben Backend-Systeme. Eine Migration ohne verlorene Bestellung.

> 1 Mio. €
Projektvolumen
11 Monate
bis Go-Live
7
Backend-Systeme integriert
0
verlorene Bestellungen
1.700
Artikel im Shop
250+
Bestellungen pro Tag im Regelbetrieb
2×
Umsatz nach der Umstellung

Ausgangslage

Die BWT-Gruppe ist einer der führenden Hersteller für Wasseraufbereitung und Hauswassertechnik in Europa: über 5.000 Mitarbeitende, mehr als zehn Produktionsstandorte, Präsenz in über 80 Ländern. Das Endkundengeschäft lief auf Sitecore Commerce — einer Plattform, die für die Anforderungen an Sortiment, Länder-Rollout und Integrationsfähigkeit nicht mehr trug: begrenzte Anbindungsmöglichkeiten an Drittsysteme, fehlende Funktionen im Standard, ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das intern nicht mehr überzeugte.

2020 gründete BWT deshalb die BWT Sports & Digital Services GmbH in Mondsee und richtete das B2C-Geschäft neu aus — als eigene Einheit mit eigenem Shop, eigener Logistik und eigener Systemverantwortung.

Die Logistik der Standorte war auf B2B ausgerichtet: Palettenware an Händler statt Einzelpakete an Endkunden. Endkunden-Retouren, Same-Day-Versand und eine Sortimentsspanne von der 4×6 cm großen Tablette bis zum Aufstellpool brauchten eigene Prozesse — und ein Lager, das es noch nicht gab.

Aufgabe

Ablöse von Sitecore Commerce durch Shopware 6, Aufbau der B2C-Logistik aus dem Nichts und Integration in die bestehende Systemlandschaft: Sitecore-CMS aller Länder-Töchter, zentraler Identity Server für Single Sign-On über Shop, Partner-Portal und Apps, dazu CRM, Newsletter-System, Customer-Service-Tools und die Warenwirtschaft. Das Treueprogramm PEARLS wanderte vom Drittanbieter-Bonusshop in den eigenen Online-Shop.

Dazu Geschäftsmodelle, die eine Katalog-Plattform allein nicht trägt: Abo-Produkte für Filter und Kartuschen, digitale Downloads, Bonuspunkte — und die Anbindung IoT-fähiger Geräte, die ihren eigenen Nachschub anstoßen.

Und alles, was das Tagesgeschäft im Lager danach brauchte: Auftragsannahme, Scan-und-Pack, Ein- und Umlagerung, Kennzahlen — Eigenentwicklungen von uns, weil der Standard sie nicht mitbringt.

Der neue BWT-B2C-Shop auf Shopware 6 — Wasseraufbereitung für Endkunden

Architektur-Entscheidungen

Shopware 6 wegen API-First

Die Plattform-Entscheidung fiel auf Shopware 6, weil der API-First-Ansatz die Einbindung in die vorhandene Systemlandschaft trägt: Sitecore-CMS, Identity Server und Backend-Systeme sprechen über definierte Schnittstellen mit dem Shop — nicht über Sonderlocken im Kern. Dieselbe Eigenschaft trug später die Eigenentwicklungen im laufenden Betrieb.

Best-of-Breed statt ERP-Ausbau

Für Kommissionierung und Versand kam Pickware in den Shopware-Stack — eine Lösung, die die B2C-Anforderungen exakt abdeckt und bewusst keine Konkurrenz zu bestehenden ERP- und PIM-Systemen aufmacht. Shopmanager warten alle Shop-Prozesse aus einem Backend, die Bestände aller Lagerstellen liegen zentral.

Logistik ins Haus statt Fremdlogistik

Statt die Endkunden-Logistik weiter extern zu vergeben, holte BWT sie ins eigene Haus — und baute dafür vier Lagerstellen auf: Hauptlager und Hochregallager für Palettenware, Blocklager für Sperriges, Schnellpicklager für die schnelldrehenden Kleinteile. Die Entscheidung machte den Shop erst zum steuerbaren Vertriebskanal: Verfügbarkeiten, Versandzeiten und Retouren liegen seither in derselben Hand wie das Sortiment.

Gebaut, wo der Standard endet

Vier Bausteine gab es weder in Shopware noch in Pickware — wir haben sie entwickelt: eine Auftragsannahme, die das Lager per Buzzer über neue Bestellungen informiert, statt es auf den Bildschirm schauen zu lassen; eine Scan-und-Pack-Erweiterung für den Packtisch; ein Modul für Ein- und Umlagerung über alle vier Lagerstellen; ein Performance-Dashboard, das Durchsatz und Engpässe im Tagesgeschäft sichtbar macht. Alle vier hängen als Erweiterungen an den Shopware- und Pickware-APIs — der Kern bleibt Standard und damit updatefähig.

Ein Konto für alle BWT-Services

Shop, Partner-Portal und Apps teilen sich ein BWT-Benutzerkonto über einen zentralen Identity Server. Single Sign-On statt Konto-Wildwuchs — auch für das PEARLS-Programm, dessen Punkte Partner jetzt im eigenen Shop einlösen.

Single Sign-On: ein BWT-Konto für Shop, Partner-Portal und Apps über den zentralen Identity Server

Ergebnis

Go-Live nach elf Monaten, Migration ohne eine verlorene Bestellung. Im Regelbetrieb verlassen über 250 Bestellungen pro Tag die vier Lagerstellen, das Team dahinter ist auf über 25 Personen gewachsen.

BWT beziffert das Ergebnis in der eigenen Pickware-Kundenstory mit einer Verdopplung des Umsatzes nach der Umstellung; in der Shopware-Case-Study nennt BWT messbar gesunkene Absprungraten und ein Redaktionssystem, das die Fachabteilung ohne Entwicklungsaufwand bedient.

Das Projekt ist doppelt extern dokumentiert: als Shopware-Case-Study und als Pickware-Kundenstory — beide aus Sicht des Kunden, nicht aus unserer.

WBFK betreut Plattform und Weiterentwicklung seit 2021 durchgehend — mit denselben Personen, die das Projekt umgesetzt haben.

Nachzulesen hier:Shopware Case StudyPickware Kundenstory

„Wir durften das gesamte B2C-Geschäft von BWT neu überdenken. Dazu war es notwendig, die alte E-Commerce-Plattform abzulösen und Shopware 6 einzuführen. Gleichzeitig musste ein neues Lager inklusive Lagerverwaltungssystem aufgebaut werden. Auch die Einführung von CRM-Lösungen, Newslettersystem und Tools für unseren Customer Service waren zu bewältigen. Eine Mammutaufgabe, die die beiden Gründer von WBFK mit technischer Kompetenz und Weitblick zum Ziel geführt haben.“

Foto: Head of E-Commerce & Customer Engagement SolutionsHead of E-Commerce & Customer Engagement Solutions — BWT Sports & Digital Services GmbH

Häufige Fragen zum BWT-Projekt

Was kostet ein B2C-Shop-Neuaufbau in Konzern-Größe?

Das BWT-Projekt lag bei über 1 Mio. € — für Plattform-Ablöse, Aufbau der B2C-Logistik von Null, Integration in sieben Backend-Systeme und mehrere Eigenentwicklungen. Der Betrag beschreibt nicht den Shop allein: Ein reiner Shopware-Aufbau ohne Systemlandschaft und ohne Logistik kostet einen Bruchteil davon. Preistreiber sind Schnittstellen und Prozesse, nicht Design und Artikelzahl.

Wie lange dauert die Ablöse einer bestehenden E-Commerce-Plattform?

Bei BWT waren es elf Monate von der Entscheidung bis zum Go-Live — inklusive Ablösung von Sitecore Commerce, Aufbau von vier Lagerstellen und Anbindung von sieben Backend-Systemen. Die Migration lief ohne eine verlorene Bestellung.

Wie integriert man einen Shopware-Shop in eine gewachsene Systemlandschaft?

Über definierte Schnittstellen statt über Anpassungen im Shop-Kern. Bei BWT sprechen Sitecore-CMS, ein zentraler Identity Server, CRM, Newsletter-System, Customer-Service-Tools und die Warenwirtschaft über die APIs mit Shopware 6. Genau dieser API-First-Ansatz war der Grund für die Plattform-Entscheidung — und er trägt später auch die Eigenentwicklungen, ohne die Updatefähigkeit zu kosten.

Lohnt es sich, die Endkunden-Logistik ins eigene Haus zu holen?

Für BWT ja: Statt die Logistik weiter extern zu vergeben, entstanden vier eigene Lagerstellen für ein Sortiment von der Tablette bis zum Aufstellpool. Damit liegen Verfügbarkeiten, Versandzeiten und Retouren in derselben Hand wie das Sortiment — die Voraussetzung dafür, den Shop als steuerbaren Vertriebskanal zu führen. Im Regelbetrieb verlassen über 250 Bestellungen pro Tag diese Lagerstellen.

Was tun, wenn der Standard einen Prozess nicht abbildet?

Erweitern statt den Kern verändern. Bei BWT fehlten vier Bausteine in Shopware wie in Pickware: eine Auftragsannahme, die das Lager per Buzzer über neue Bestellungen informiert, eine Scan-und-Pack-Erweiterung für den Packtisch, ein Modul für Ein- und Umlagerung über alle vier Lagerstellen und ein Performance-Dashboard. Alle vier haben wir entwickelt und über die Shopware- und Pickware-APIs angebunden — der Kern bleibt Standard und damit updatefähig.

Ein neues Shop-Projekt vor sich?

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