Case · Enterprise-Architektur & Solution Design im Möbelhandel
kika/Leiner
Systemarchitektur, Infrastruktur- und Prozessberatung für 70 Filialen und 50.000 Artikel: drei Ablöse-Projekte architektonisch geführt — Lagerverwaltung, Identity & Access Management und die ERP-Migration auf D365FO.
Ausgangslage
Die Leiner & kika Möbelhandels GmbH, St. Pölten, zählt mit rund 3.900 Mitarbeitenden und 1,265 Milliarden Euro Umsatz zu den größten Möbelhändlern Österreichs. Ein wachsender Umsatzanteil läuft online: Webshop mit Produkt-Konfiguration bis hin zu Küchen, Lieferung oder Filialabholung, Online-Beratung — Multi-Channel über die gesamte Gruppe.
Die Systemlandschaft war über Jahre gewachsen und heterogen: Mit jedem neuen System stieg die Komplexität, Altsysteme mussten abgelöst werden, Abhängigkeiten waren unübersichtlich.
Aufgabe
Nicht der Aufbau eines Shops — der lief bereits und wird von WBFK betreut —, sondern die Ordnung der Systemlandschaft dahinter. Der Auftrag umfasst Infrastruktur-Beratung, Systemarchitektur, Prozessberatung und die Rolle des Solution Architects in den großen Ablöse-Projekten.
Konkret: die Systemlandschaft strukturieren, Redundanzen eliminieren, Integrationen planen und die drei Großprojekte architektonisch führen — dokumentiert und gesteuert mit LeanIX. Enterprise-Architektur über mehr als ein Jahr, nicht als Projekt mit Enddatum, sondern als laufende Aufgabe.
Architektur-Entscheidungen
Lagerverwaltung: OPUS WMS
Das gewachsene Lagerverwaltungssystem hielt mit dem Unternehmenswachstum nicht mehr Schritt. Mit der Einführung von OPUS WMS wurden die Lagerprozesse neu geschnitten: einfachere Arbeitsabläufe, geringere Fehlerquoten, entlastetes Lagerpersonal.
Identity & Access Management
Ein IAM-System bündelt Zugriffsrechte nach Personen und Rollen. Die Automatisierung der Rechtevergabe reduziert administrative Arbeit und stellt sicher, dass nur Berechtigte an sensible Systeme und Daten kommen.
ERP-Migration AX2012 → D365FO
Der Wechsel von Microsoft Dynamics AX 2012 (on-premise) auf D365FO (cloud-basiert) verlangte Neugestaltung von Netzwerkinfrastruktur, Datenhaltung und Anwendungsintegration — inklusive Übernahme aller Customizations und verlässlicher Wiederanbindung der Umsysteme.
Ergebnis
Die drei Großprojekte wurden architektonisch geführt: OPUS WMS löste das alte Lagerverwaltungssystem ab — mit vereinfachten Prozessen und geringeren Fehlerquoten im Lager. Das IAM-System automatisiert die Rechtevergabe nach Personen und Rollen. Die ERP-Migration von AX 2012 auf D365FO brachte Datenmigration, Customizations und alle Umsystem-Schnittstellen in die Cloud-Architektur.
LeanIX schafft seither Transparenz über Systeme, Abhängigkeiten und Geschäftsprozesse — die Grundlage für datengetriebene Architektur-Entscheidungen und proaktives Risikomanagement.
Häufige Fragen zum kika/Leiner-Projekt
Was macht ein Enterprise-Architekt in einem Handelsunternehmen?
Er ordnet die Systemlandschaft, statt einzelne Systeme zu bauen. Bei kika/Leiner heißt das: Redundanzen eliminieren, Integrationen planen, Abhängigkeiten sichtbar machen und die großen Ablöse-Projekte fachlich führen — über 70 Filialen und 50.000 Artikel hinweg. Der Nutzen zeigt sich nicht in einem Release, sondern darin, dass das nächste Projekt planbar wird.
Wie migriert man von Microsoft Dynamics AX 2012 auf D365FO?
Der Wechsel von AX 2012 on-premise auf das cloud-basierte D365FO ist kein Versionssprung, sondern ein Architekturwechsel: Netzwerkinfrastruktur, Datenhaltung und Anwendungsintegration müssen neu gedacht werden. Die eigentliche Arbeit steckt in der Übernahme der Customizations und in der verlässlichen Wiederanbindung aller Umsysteme — nicht im ERP selbst.
Woran erkennt man, dass ein Lagerverwaltungssystem an seine Grenzen kommt?
An Fehlerquoten und Arbeitsaufwand, nicht an der Software. Bei kika/Leiner hielt das gewachsene System mit dem Unternehmenswachstum nicht mehr Schritt; mit OPUS WMS wurden die Lagerprozesse neu geschnitten — einfachere Abläufe, geringere Fehlerquoten, entlastetes Lagerpersonal.
Wozu braucht ein Handelsunternehmen ein Identity & Access Management?
Um Zugriffsrechte nach Personen und Rollen zu bündeln statt pro System zu pflegen. Die Automatisierung der Rechtevergabe reduziert administrative Arbeit spürbar und stellt zugleich sicher, dass nur Berechtigte an sensible Systeme und Daten kommen — bei einem Filialnetz dieser Größe ein Sicherheits- und ein Effizienzthema zugleich.
Was bringt eine Architektur-Dokumentation wie LeanIX?
Transparenz über Systeme, Abhängigkeiten und Geschäftsprozesse — und damit die Grundlage, Architektur-Entscheidungen mit Daten statt mit Bauchgefühl zu treffen. Bei kika/Leiner ist sie die Voraussetzung für proaktives Risikomanagement: Man sieht vorher, was ein Systemwechsel mitzieht, statt es im Projekt zu entdecken.
Zweifel, ob Ihre Architektur trägt?
Sie schildern den Stand, wir sagen, wo es trägt und wo nicht — belastbar begründet, ohne Verkaufsfolien.